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Happe Process Excellence

Lagerauslastung von über 95% auf unter 80% reduziert Lageroptimierung | Materialwirtschaft

Lagerauslastung von über 95% auf unter 80% reduziert Lageroptimierung | Materialwirtschaft

Eine dauerhaft hohe Lagerauslastung führte an einem produzierenden Standort zunehmend zu Zusatzwegen, Umräumvorgängen und Engpässen. Die naheliegende Vermutung: Es fehlten Lagerkapazitäten – insbesondere große Stellplätze. Eine Analyse vor Ort zeigte jedoch ein überraschend anderes Bild.

PROBLEM

PROBLEM

Die Auslastung des Lagers lag dauerhaft bei über 90 %, teilweise sogar über 95 %. Materialien konnten zum Teil nicht mehr regulär eingelagert werden und wurden bereits außerhalb der vorgesehenen Stellplätze abgestellt.

Gleichzeitig meldeten die Lagermitarbeiter einen zunehmenden Bedarf an großen Stellplätzen. Die zunächst naheliegende Schlussfolgerung war daher: Das Lager benötigt zusätzliche Kapazität und insbesondere mehr große Stellplätze.

URSACHE

URSACHE

Bei einem Gemba Walk zeigte sich jedoch ein Widerspruch: Obwohl das Lager laut Lagerverwaltungssystem nahezu vollständig ausgelastet war, waren in vielen Stellplätzen erhebliche ungenutzte Volumina sichtbar.

Eine Stichprobenanalyse bestätigte den Verdacht. Teilweise belegten sehr kleine Materialmengen einen kompletten Großstellplatz.

Die anschließende Ursachenanalyse führte zu den Materialstammdaten. Für zahlreiche Materialien waren ungeeignete Stellplatzgrößen hinterlegt. Gleichzeitig fehlte ein einheitlicher Standard für die Erfassung und Pflege dieser Daten.

Das Lagerverwaltungssystem steuerte die Einlagerung damit auf Basis fehlerhafter Informationen – und vorhandene Lagerkapazität wurde ineffizient genutzt.

LÖSUNG

LÖSUNG

Statt zusätzliche große Stellplätze zu schaffen, wurde die Stellplatzstruktur an den tatsächlichen Bedarf angepasst. Große Lagerplätze wurden teilweise unterteilt und dadurch zusätzliche kleinere Stellplätze geschaffen.

Parallel wurden gemeinsam mit den Lagermitarbeitern die relevanten Materialstammdaten systematisch korrigiert und ein neuer Standard für deren zukünftige Erfassung und Pflege etabliert.

Das Ergebnis: Die vorhandene Lagerfläche konnte wesentlich effizienter genutzt und die Lagerauslastung auf deutlich unter 80 % reduziert werden. Gleichzeitig wurden große Stellplätze für die Materialien frei, die sie tatsächlich benötigten.