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Ursache für elf aufeinanderfolgende OOS-Ergebnisse identifiziertUrsachenanalyse | Pharmazeutische Qualitätskontrolle

Ursache für elf aufeinanderfolgende OOS-Ergebnisse identifiziertPharmazeutische Qualitätskontrolle

Bei einem wichtigen pharmazeutischen Produkt wurden bei elf Produktionschargen in Folge Ergebnisse außerhalb der vorgegebenen Spezifikationsgrenzen (OOS) festgestellt. Eine interdisziplinäre Taskforce sollte die Ursache identifizieren. Durch strukturiertes Hinterfragen, gezielte Versuche und statistische Datenanalyse konnte eine zuvor eingeführte Prozessänderung als entscheidende Ursache nachgewiesen und das Problem nachhaltig gelöst werden.

PROBLEM

PROBLEM

Bei der Qualitätskontrolle eines wichtigen Produkts traten bei elf aufeinanderfolgenden Chargen OOS-Ergebnisse (Out of Specification) auf. Der gemessene Wirkstoffgehalt lag damit außerhalb der vorgeschriebenen Spezifikationsgrenzen.

Die betroffenen Chargen konnten dadurch nicht für die Auslieferung freigegeben werden – aus einem Qualitätsproblem wurde damit unmittelbar ein relevantes Liefer- und Geschäftsrisiko.

Zur Ursachenklärung wurde eine Taskforce aus Fach- und Führungskräften der Bereiche Produktion, Qualitätskontrolle sowie Forschung und Entwicklung gebildet und durch Operational Excellence methodisch begleitet.

URSACHE

URSACHE

In einer strukturierten Ursachenanalyse wurden zunächst mögliche Einflussfaktoren gesammelt und anschließend durch gezielte Versuche untersucht. Dabei zeigte sich ein auffälliger Zusammenhang: Mit zunehmender Standzeit der Proben sank der gemessene Wirkstoffgehalt.

Weitere Nachfragen führten zu einer entscheidenden Information: Wenige Wochen zuvor war der Analyseprozess verändert worden. Um die Löslichkeit des Wirkstoffs zu verbessern, sollten die Proben vor der Analyse grundsätzlich 24 Stunden stehen.

Obwohl diese Prozessänderung den beteiligten Fachbereichen bekannt war, wurde sie zunächst nicht mit dem zeitgleich auftretenden Problem in Verbindung gebracht. Erst die strukturierte Betrachtung der verschiedenen Einflussfaktoren machte diesen Zusammenhang sichtbar.

Mithilfe der erhobenen Versuchsdaten und einer Regressionsanalyse konnte der Einfluss der Standzeit auf den Wirkstoffgehalt quantifiziert und die vermutete Ursache datenbasiert bestätigt werden.

LÖSUNG

LÖSUNG

Die neu eingeführte Standzeit wurde aus dem Analyseprozess entfernt und die Proben wieder zeitnah untersucht. Dadurch konnte die identifizierte Ursache beseitigt und das wiederholte Auftreten der OOS-Ergebnisse beendet werden.

Zusätzlich wurde die Analyse zum Ausgangspunkt für einen präventiveren Ansatz: Für weitere wichtige Produkte wurde die Prozessfähigkeit (Cpk) untersucht, um mögliche Risiken für zukünftige Abweichungen frühzeitig erkennen zu können.